Chechnya
Dokumentarfilm (56 Min.)

 

Chechnya: Seperatism or Jihad? erforscht den Charakter des Islams im anhaltenden Tschetschenien-Konflikt. Im Frühjahr 1995 zogen ausländische Mujahedin nach Tschetschenien um die separatistische Bewegung zu unterstützen – Ausländer taten dies dort schon immer. Ihre Beteiligung auf dem Schlachtfeld und ihre Einflüsse auf die politische Situation innerhalb der tschetschenischen Widerstandsbewegung ist nicht geklärt. So wurde dies zum Objekt für Kontroversen, Missinformation und politischem Zeigefinger für alle beteiligten Seiten des Konflikts.

Viel beunruhigender sind die vier weitreichenden gewaltsamen Geiselnahmen des letzten Jahrzehnts, Budyonnovk (1995), Kizlar (1996), Moscow Theater (2002) und Beslan (2004), heute als „Galas“ bezeichnet, scheinen parallel zur wachsenden Radikalisierung des Konfliktes zu stehen. Diese zunehmenden unverfrorenen und gewaltsamen Ereignisse stehen zudem für eine chronologische Zeitlinie der Story, da sie eine Evolution und Eskalation der militanten tschetschenischen Taktik veranschaulichen.

Im Mittelpunkt des Konflikts steht Shamil Basayev, der seit dem Beginn des Krieges 1994 letzte verbliebene Kommandant. Wurde er zum Gesicht der tschetschenischen Separatisten oder der islamischen Radikalisierung in Tschetschenien, oder das Gesicht beider Seiten? Wird seine Stimme nach dem Tod des eher gemäßigteren Rebelenführers Aslan Maskhadov durch russische Kommandos dominieren?

Chechnya: Seperatism or Jihad? erforscht die weitreichendere Frage, ob die tschetschenische Freiheitsbewegung nun durch den militanten Islam übernommen wurde.