Great Wall Across the Yangtze
Dokumentarfilm (56 Min.)

Nach 19 Jahren ist der Bau des 600 km langen Yangtze Staudamms abgeschlossen.

Im Juni begann die Flutung des Stausees, der den längsten Fluß Chinas (6300 km) bändigen soll. Bis jetzt ist das Wasser hinter der Staumauer auf 135 Meter gestiegen.Bis 2009 wird sich der Wasserstand auf 175 Meter einpendeln. In den braunen Fluten werden gut 1500 Städte und Dörfer ganz oder teilweise verschwinden. Rund 1,5 Millionen Menschen müssen ihre Heimat verlassen. 
Seit dem Baubeginn im Jahre 1994 steht der Damm starker Kritik gegenüber.Neben der großen sozialen Ungerechtigkeit und Entwurzelung für die in der Überschwemmungsregion Ansässigen, befürchten Umweltforscher das Staubecken könnte sich in eine riesige Kloake verwandeln. Nach Aussage der Wissenschaftler werden die Fluten nicht nur die Reste der grauen, heruntergekommenen Wohnhäuser und Fabriken verschlucken sondern auch Quecksilbervorkommen sowie die Relikte von Müllplätzen, Tankstellen, Öllagern, Friedhöfen und Krankenhäusern frei spülen.

Statt auf diese Vorwürfe zu reagieren, verweist die chinesische Regierung immer wieder auf den geplanten Aufschwung der nationalen Wirtschaft, der durch die neue Wasserenergie ermöglicht wird.

Great Wall across the Yangtze untersucht den tiefgehenden Wandel in Umwelt, Geschichte, Bevölkerung und Wirtschaft Chinas, der mit der Überschwemmung einhergeht.