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The
Greatest Murder Story Never Told |
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Am
07. November 1973 ermordeten Willie Steelman und Douglas Gretzler neun
Menschen auf einer friedlichen Farm in Victor, Californien. Nach
ihrer Verhaftung gestanden die beiden weitere Morde: In nur zwei Wochen
hatte das Duo auf seinem blutigen Roadtrip 17 Menschen umgebracht. Die
kaltblütige Eskalation der Gewalt erinnert erschreckend an Truman Capotes
„In Cold Blood“, dass Steelman öfters gelesen hatte. Klugerweise wird jeder Erklärungsversuch, Schuldfrage oder Motivsuche für das Handeln der Täter vermieden, in dem Wissen, dass dies einer Rechtfertigung des Nicht-Wieder-Gutzumachenden gleichkäme. Auch wenn die beiden Täter in Form von Archivtonaufnahmen zu Wort kommen, verliert der Zuschauer nicht das natürliche Grauen: Zur heiteren Heimorgelmusik von Steelman oder den sanften Erzählungen Gretzlers zeigt die Kamera die Orte des Verbrechens – stille Landschaften, deren sattes Gras an Friedhofswiesen erinnert. Das
Unbegreifliche der Geschehnisse wird jedoch in vollem Umfang an den
Aussagen von Jack Earl deutlich. Als einziger Angehöriger der Opfer
schildert er seine Obsession auf der Suche nach jedem Detail, die ihn
sogar zu einem Treffen mit Gretzler bewegte. Doch am Ende dieser
Sisyphusarbeit steht die Erkenntnis, dass das quälende „warum“ für
immer unbeantwortet bleibt. Der Tod von Gretzler (1998 durch Injektion)
und Steelman (1986 durch Krebs) ändern nichts an dem persönlichen
Verlust und Trauma. |
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