Pretty Things
Dokumentarfilm (88 Min.)

 

Zorita, Betty Rowland, Sherry Britton, Dixie Evans und Lois de Fee. Zu ihren Glanzzeiten beflügelten diese Namen die verwegensten Fantasien eines jeden amerikanischen Mannes. Sie waren die Sterne der 40er bis 60er Jahre des letzten Jahrhunderts, und gelten als die letzte Generation der amerikanischen „Burlesque Queens“. Die glorreichen Zeiten dieser lang vergessenen Königinnen ihrer Kunst lässt Liz Goldwyn in ihrer Dokumentation „Pretty Things“ erneut auf erleben. Dabei verfolgt sie nicht nur die Entwicklung und den Niedergang des Burlesken in Amerika, sie deckt zudem die intimen Erlebnisse auf, welche die meisten Frauen dazu veranlassten sich dieser Kunst hinzugeben.

Neben der Verwendung von noch nie gezeigten Filmausschnitten, Fotografien und Kostümzeichnungen sowie exklusiven Interviews mit Vertrauten der Kunst und den gealterten Künstlerinnen selbst, lässt Liz Goldwyn ihren eigenen Charakter durch erfundenes „Archivmaterial“ in den Film mit einbeziehen. Die persönlichen Tanzeinlagen Goldwyns und ihre scheinbare Entwicklung zu einer professionellen burlesken Tänzerin wandeln das Genre des Films von einem klassischen Dokumentarfilm hin zu einem Mix aus Fakten und Fantasie.

Da die Regisseurin mit einer stark begrenzten Crew arbeitete, fast ausschließlich natürlich gegebenes Licht benutzte und die Interviewpartner nur in ihrer persönlichen Umgebung interviewte gelangen ihr höchst intime Porträts der einzelnen Tänzerinnen.