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„Wenn
ich etwas zu sagen hätte, würde der nächste Friedensgipfel im Nahen
Osten mit
der Vorführung von „Promises“
beginnen.“, diese Worte des israelischen Autors David Grossman
verdeutlichen, was für ein wertvolles dokumentarisches Meisterwerk den
Produzenten Justine Shapiro und B.Z.
Goldberg gelungen ist.
Schon
nach Sichtung des Rohmaterials waren wir überzeugt, dass die Produzenten
einen beeindruckenden, faszinierenden Film schaffen.
Heute
ist der Film fertig, und gewann kürzlich seine ersten Preise. Erstmals in
der 30-jährigen Geschichte des Rotterdamer
Filmfestivals gewann eine Dokumentation den Publikumspreis, und setzte sich damit gegen 500 weitere Filme durch.
Auf dem darauffolgenden Filmfest in
San Francisco wurde das Werk ebenfalls mit Preisen nur so überschüttet.
Schauplatz: Jerusalem,
Brennpunkt der Religionen und Weltbilder.
Der
von beiden Seiten der Regierungen angestrebte Friedensprozess erleidet
gegenwärtig wieder massive Rückschritte. Für viele Palästinenser ist
der Begriff „Israeli“ eng
verbunden mit dem Ausdruck „Soldat“;
für viele Israelis ist „Palästinenser“
gleichgestellt mit „Terrorist“.
Justine Shapiro und B.Z. Goldberg nähern sich in Promises
der Fehde
zwischen
Israelis und Palästinensern auf eine sehr faszinierende und gefühlvolle
Weise. Sie betrachten den Konflikt in den Krisengebieten aus einer äußerst
ungewohnten Perspektive - durch die Augen seiner größten Opfer: der
Kinder.
In
Jerusalem leben israelische und palästinensische Kinder keine 20 Minuten
voneinander entfernt, und doch sind sie eingeschlossen in ihren Welten.
Promises
begleitet sieben Kinder, über einen Zeitraum von mehreren Jahren, auf
Ihrem Lebensweg und zeigt auf dramaturgische Weise ihre Eindrücke und
Entwicklungen in der persönlichkeitsbildenden Zeit.
Wer
jetzt meint, Justine Shapiro
und B.Z. Goldberg haben nur wieder eine gewöhnliche Nah-Ost-Dokumentation
gedreht, der irrt.
Sie
erzählen vielmehr eine tiefgehende Geschichte, in der es nicht nur um
Land und Religion geht, sondern um Gefühle, Träume und Hoffnungen einer
heranwachsenden Generation von Individuen, die nicht scheut ihre persönlichen
Meinungen unverfälscht auszusprechen.
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