Promises (Hass und Hoffnung)
Dokumentarfilm (83 Min.)

„Wenn ich etwas zu sagen hätte, würde der nächste Friedensgipfel im Nahen Osten mit der Vorführung von „Promises“ beginnen.“, diese Worte des israelischen Autors David Grossman verdeutlichen, was für ein wertvolles dokumentarisches Meisterwerk den Produzenten Justine Shapiro und B.Z. Goldberg gelungen ist.

Schon nach Sichtung des Rohmaterials waren wir überzeugt, dass die Produzenten einen beeindruckenden, faszinierenden Film schaffen.
Heute ist der Film fertig, und gewann kürzlich seine ersten Preise. Erstmals in der 30-jährigen Geschichte des Rotterdamer Filmfestivals gewann eine Dokumentation den Publikumspreis, und setzte sich damit gegen 500 weitere Filme durch. Auf dem darauffolgenden Filmfest in San Francisco wurde das Werk ebenfalls mit Preisen nur so überschüttet.

Schauplatz: Jerusalem, Brennpunkt der Religionen und Weltbilder.
Der von beiden Seiten der Regierungen angestrebte Friedensprozess erleidet gegenwärtig wieder massive Rückschritte. Für viele Palästinenser ist der Begriff „Israeli“ eng verbunden mit dem Ausdruck „Soldat“; für viele Israelis ist „Palästinenser“ gleichgestellt mit „Terrorist“.
Justine Shapiro und B.Z. Goldberg
nähern sich in Promises der Fehde
zwischen Israelis und Palästinensern auf eine sehr faszinierende und gefühlvolle Weise. Sie betrachten den Konflikt in den Krisengebieten aus einer äußerst ungewohnten Perspektive - durch die Augen seiner größten Opfer: der Kinder.

In Jerusalem leben israelische und palästinensische Kinder keine 20 Minuten voneinander entfernt, und doch sind sie eingeschlossen in ihren Welten.

Promises begleitet sieben Kinder, über einen Zeitraum von mehreren Jahren, auf Ihrem Lebensweg und zeigt auf dramaturgische Weise ihre Eindrücke und Entwicklungen in der persönlichkeitsbildenden Zeit.
Wer jetzt meint, Justine Shapiro und B.Z. Goldberg haben nur wieder eine gewöhnliche
Nah-Ost-Dokumentation gedreht, der irrt.

Sie erzählen vielmehr eine tiefgehende Geschichte, in der es nicht nur um Land und Religion geht, sondern um Gefühle, Träume und Hoffnungen einer heranwachsenden Generation von Individuen, die nicht scheut ihre persönlichen Meinungen unverfälscht auszusprechen.

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