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Un´
Ora Sola Ti Vorrei |
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Vor einigen Jahren fand ich einige alte 16mm Filmrollen, eingeschlossen in einem Schrank meines Großvaters, die er im Laufe seines Lebens gedreht hatte. Mit großer Neugier und von Gefühlen überwältigt, fing ich an, sie mir anzuschauen, v.a. jene, die mit einem „L“ gekennzeichnet waren. „L“ für Liseli, dem Namen meiner Mutter, die starb als ich sieben war. Wie durch Magie schienen die vor meinen Augen flimmernden Bilder eine Person zum Leben zu erwecken, die ich kaum gekannt und fast vergessen hatte. Der Film ist die Suche nach dem Gesicht und der Geschichte meiner Mutter, an die ich kaum eine Erinnerung mehr hatte. Während ich an diesem Film arbeitete, der aus Bildern von meiner Mutter, ihren Tagebuchaufzeichnungen und den Krankenberichten besteht, begleitete mich die Nostalgie. Nicht nur die Nostalgie darüber, dass meine Mutter nicht mehr da ist, nie da war, sondern auch über all das, was war und niemals zurück kommen wird, woher wir kommen und an das wir uns unweigerlich gebunden fühlen. Nostalgie als notwendiges Gefühl, um einen Verlust zu überwinden, als eine wesentliche Voraussetzung fürs Leben. |
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