Up To The Mountain,
Down To The Village
Dokumentarfilm (52 Min.)
 

 

Es war vielleicht die größte jugendliche Bewegung in der menschlichen Geschichte. Im Jahr 1968 sendete Chinas kommunistischer Führer Mao Zedong mehr als 17 Millionen Teenager „up to the mountain, down to the village", um von den dort lebenden Bauern zu lernen. Sein Ziel war es, die perfekte sozialistische Gesellschaft zu erschaffen. Angetrieben durch die revolutionäre Begeisterung und Hingabe zu Führer Mao, nahmen viele der „sent-down" Jugendlichen eifrig daran teil. Andere, besonders jene mit „schlechten" familiären Hintergründen – überwiegend Kinder von „Rechtsorientierten", „Reaktionären", „Intellektuellen" und anderen „Klassenfeinden" – wurden dazu gezwungen. Viele von ihnen blieben für ein oder mehrere Jahrzehnte in den Dörfern.

Die Dokumentation Up to the Mountain, Down to the Village kehrt mit drei Mitgliedern der "sent down" Generation Chinas, heute US Bürger, zu den entlegenen Dörfern zurück, in die sie Mao vor drei Jahrzehnten sendete. Sie bringen ebenfalls ihre amerikanisch geborenen Kinder mit, um auch ihnen die raue Realität des Lebens chinesischer Bauern aufzuzeigen.

Drei Jahrzehnte später und durch die Jahre, die sie in den Dörfern verbrachten, tiefgreifend beeinflusst, lassen sie die Einsamkeit, Verzweiflung und physikalische Härte, die sie in dem unfamiliären Umfeld ausstehen mussten, nochmals wiederkehren. Für viele war es der erste Kontakt mit dem gnadenlosen Hunger und der schrecklichen Armut, die für die Leben mehrerer Millionen chinesischer Bauern während der Mao Ära zur Normalität zählten. Die meisten hatten keinerlei Erfahrung in Landwirtschaft und waren völlig unvorbereitet auf die physische Arbeit, die von ihnen gefordert wurde. Dazu wurden die Jugendlichen von den Bauern oft nur mit Ablehnung empfangen, da sie nur als weitere, hungrige Mäuler betrachtet wurden.

Die Dokumentation vermischt nie zuvor gesehenes Archivmaterial mit neuen Aufnahmen der riesigen Reisfelder, hart arbeitenden Bauern und beengenden Lebensbedingungen des ländlichen Chinas von heute. Up to the Mountain, Down to the Village beleuchtet dabei die revolutionäre Wirkung der chinesischen Vergangenheit und macht deutlich, wie diese auch heute noch die Nation zu prägen vermag.