Who Owns The Past ?
Dokumentation (56 Min.)

Indianische Menschenrechtsbewegungen kämpften viele Jahre um den Besitz der Gebeine und Grabgaben ihrer Ahnen. Zu Forschungszwecken wurden von amerikanischen Wissenschaftlern archäologische Funde, wie Gebeine und Grabbeigaben, in Museen gebracht und gentechnischen Untersuchungen unterzogen.
1990 erhielten die Indianer in Form einer Gesetzeserklärung des 'Native American Graves Repatriation and Protection Act', kurz NAGPRA, das Recht, die sterblichen Überreste ihrer Ahnen selbst zu verwalten; ein wichtiger Sieg für dieses bedrohte und gedemütigte Volk, dessen Weltanschauung im Forscherdrang weißer Wissenschaftler eine schwere Entweihung ihrer Traditionen sieht.
Die beiden renommierten Filmemacher Jeff Riffe und George Burdeau, preisgekrönt für Dokumentarfilme wie "Ishi, the Last Yahi" und "The Last Americans", schildern diesen exemplarischen Konflikt anhand der neu entbrannten Auseinandersetzungen um den sogenannten "Kennewick Man", den sensationellen Fund eines 9200 Jahre alten mumifizierten Leichnams.